Montag, 6. August 2018

Wie Mozart in die Kugel kam: Kurioses und Überraschendes aus der Welt der klassischen Musik von Rainer Schmitz und Benno Ure

Wurde Mozart ermordet? Wie gelangte Bruckners Brillenglas in Beethovens Sarg? Und wer um alles in der Welt war Elise? Mit großer Lust am Abseitigen und Kuriosen haben Rainer Schmitz und Benno Ure in jahrelangen Recherchen viel Wissenswertes und Überraschendes ans Tageslicht gebracht. Ein Buch, das zum Schmökern, Staunen und Entdecken einlädt – im Siedler Verlag unter dem Titel »Tasten, Töne und Tumulte« erschienen.

Das Buch ist sehr, sehr dick – und sehr, sehr schwer zu lesen, denn die Schrift ist winzig. Na ja, dachte ich mir, da steht eben auch sehr viel drin und machte mich an die Lektüre.
Es stimmt, es steht wirklich sehr viel drin. Die Frage ist, wird man das auch alles mal lesen? Denn das ist kein Buch zum Durchlesen, sondern zum Nachschlagen. Kurz, es ist eine Art Lexikon. Was drin steht, ist meistens witzig und interessant. Aber mal ehrlich, wenn ich etwas suche, schaue ich heutzutage einfach mal schnell in Wikipedia.
Was dabei übrigens auffällt: Vieles, was in diesem Buch steht findet man schneller und leichter lesbar auf Wikipedia (manchmal sogar in ein und demselben Wortlaut).
Und nicht nur deswegen hätte ich mir gewünscht, dass ein wenig ausgesiebt wird. Ist es ein Artikel wirklich wert, aufgeführt zu werden, wenn er nur einen Satz lang ist? Klar machen entsprechend viele solcher Artikel die Seite auch voll. Aber ist das denn wirklich das einzig erstrebenswerte Ziel: ein möglichst dickes Buch?

Klar ist das Buch allein schon durch seinen Umfang beeindruckend. Und bestimmt steckt auch wirklich viel Arbeit drin. Trotzdem, eine kleine kritische Auswahl wäre meiner Meinung nach besser gewesen. Dann wären bestimmt auch die doch recht trockenen und im Prinzip uninteressanten Statistiken und bloßen Aufzählungen weggefallen. Insgesamt hätte es dem Buch ganz sicher gutgetan.
Trotzdem: Es stehen viele interessante Sachen zu Musik, Musikinstrumenten, Sängern und Komponisten drin. Gut sind außerdem die Querverweise und weiteren Stichwörter.