Montag, 13. August 2018

Murder on the Oxford Canal von Faith Martin

Meet DI Hillary Greene, a Police woman fighting to save her career.

Not only has she lost her husband, but his actions have put her under investigation for corruption.

Then a bashed and broken body is found floating in the Oxford Canal. It looks like the victim fell off a boat, but Hillary is not so sure. Her investigation exposes a dark background to the death.

Can Hillary clear her name and get to the bottom of a fiendish conspiracy on the water?


Auf der einen Seite ist dieser Roman ein ziemlich traditioneller englischer Krimi. Obendrein ist er auch noch im selben Polizeidistrikt von Thames Valley angesiedelt wie Colin Dexters D.I. Morse. Auf der anderen Seite wimmelt es in diesem Krimi geradezu von faszinierenden Polizisten und Kriminellen. Und außerdem ist er einfach exzellent geschrieben! 

Die Hauptfigur ist zweifellos D.I. Hillary Greene, eine Mittvierzigerin, die denkt, sie wäre zu dick, während sie andererseits mit ihren Kurven und ihrer natürlichen Dignität den Männern den Kopf verdreht. Aber auch die anderen Charaktere sind interessant. Man bekommt immer wieder Einblicke in ihre Gedanken und Motivationen, wobei gerade die letzteren für eine eigene Spannung sorgen – entfaltet sich dort doch immer wieder eine fesselnde Nebenhandlung. 
Man könnte sagen, die Protagonisten sind das Herzstück dieses Krimis. Außerdem geht es hier viel und oft um die Befragung von Zeugen, bei der Hillary regelmäßig brilliert, denn sie hat ein ganz besonderes Talent, sich in andere einzufühlen. Bei den meisten Krimis wird so eine Befragung ja recht schnell abgehandelt, denn so etwas ist schwer zu schreiben. Im Grunde ist es aber ein sehr wichtiger Punkt bei der Polizeiarbeit. Und die Autorin schafft es tatsächlich, die Befragungen interessant zu gestalten. 

Ich habe diesen ersten Roman der D.I. Greene-Reihe sehr genossen, zumal es auch noch ein spannender Krimi mit unerwarteten Drehungen und Wendungen war. Das war bestimmt auch nicht mein letzter!