Montag, 23. April 2018

Wie man ausstirbt und weitere nützliche Tipps aus der Tierwelt von Will Cuppy

Aussterben macht Spass!

Warum verhalten sich Thunfische bei Vollmond wie komplette Idioten? Warum klingt die Nachtigall wie ein nicht geschmiertes Wagenrad? Und wie viel Zeit bleibt uns noch, ehe die Insekten die Weltherrschaft an sich reißen? Dies sind die brennenden Fragen, die es zu klären gilt, um unser aller Aussterben wahlweise zu verlangsamen ‒ oder zu beschleunigen, man weiß es nicht so genau. Es gibt viel zu er- und noch mehr zu verlernen. Jedenfalls: Wenn man sonst schon nichts zu lachen hat, sollte man wenigstens über sich selbst lachen. Mit Will Cuppy geht das ganz wunderbar.


Irgendwie hatte ich ja schon erwartet, dass es in diesem Buch um aussterbende Arten geht. Satire hin oder her – und die hatte ich ja erwartet – mir geht einfach nicht ein, was ein Karpfen in einem Buch über das Aussterben zu suchen hat. Oder eine Boa Constriktor, oder ein Goldfisch …
Überhaupt geht es im Buch ja erst ab Seite 131 ums Aussterben, und auch da nur so ein wenig. Und davor (und auch eigentlich auch dabei) findet man lediglich eine scheinbar wahllose Aneinanderreihung von Anekdoten, bei denen mir der Witz zum Teil völlig entgeht. Ein Muster vermag ich auch nicht zu erkennen, ganz geschweige denn Sinn oder Zweck. Teilweise hatte ich das Gefühl, der Autor redet bzw. schreibt einfach wirres Zeug, um das ohnehin recht kleine und schmale Büchlein voll zu bekommen.
Zu glauben, dass es reicht, wenn man das dann mit Satire betitelt ist einfach zu kurz gegriffen. Denn Satire ist eine Kunstgattung, die durch Spott, Ironie und Übertreibung bestimmte Personen, Anschauungen, Ereignisse oder Zustände kritisieren oder verächtlich machen will. Nichts dergleichen findet sich jedoch in diesem Buch.

Es ist also letztlich ein satirisches Buch übers Aussterben, in dem es weder satirisch zugeht, noch sonderlich ums Aussterben. Schade.