Montag, 15. Januar 2018

A Girls' Night In - Audrey & Ich von Lucy Holliday

Einen schlimmeren Tag hat Libby Lomax noch nie erlebt: ihre erste Sprechrolle vergeigt und fast den angesagten Filmstar Dillon O’Hara in Brand gesetzt. Hier gibt es nur eins, was hilft: Frühstück bei Tiffany. Da sitzt auf einmal Audrey Hepburn - DIE Audrey Hepburn - neben Libby auf der Couch! Hat Libby den Verstand verloren oder kann Audrey helfen, ihr Leben doch noch in einen Blockbuster zu verwandeln?

Bezaubernde Frauenunterhaltung für alle Audrey-Hepburn-Fans und Leserinnen von Sophie Kinsella und Helen Fielding


Audrey Hepburn ist eine meine Lieblingsschauspielerinnen, die ich auch als Frau sehr bewundere. Weder ihre Erfahrungen im Krieg noch die drei Fehlgeburten, die sie erlitt, konnten ihren Lebenswillen brechen. Als Sonderbotschafterin der UNICEF war sie unermüdlich bis kurz vor ihrem Tod unterwegs. Sie war sehr viel mehr als die gefeierte Komödiendarstellerin.

Dementsprechend habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Doch ich musste feststellen, dass die Autorin sich nicht die Mühe machte, über Audrey Hepburn auch nur ein bisschen zu recherchieren. Was da neben Libby auf dem Sofa sitzt, ist eher die lebenshungrige Holly Golightly aus dem Film „Frühstück bei Tiffanys“. Die wurde zwar von Audrey Hepburn gespielt, entspricht ihr aber bei weitem nicht.
Und dann die Protagonistin Libby – was ist das für ein Mensch? Ein kleines Mädchen? Eine junge Frau, die sich besonders kindisch benimmt? Ok, die Rückblenden zeigen, dass Libby es nicht leicht hatte. Sie wird sogar von so ziemlich jedem mies behandelt und nimmt es hin - was auf dauer etwas künstlich rüberkommt. Abgesehen davon dachte ich bisher immer, dass Chicklit unterhaltend sein soll, etwas, das Spaß macht. Vielleich will der Schreibstil deswegen witzig um jeden Preis sein. Aber das macht es nicht besser.
Das ist alles zu unecht, zu gewollt, zu aufgesetzt. Wenn ich daran denke, das da auch noch Marilyn Monroe und Grace Kelly bemüht werden, tun die mir jetzt schon leid.

Nein, das ist weder mein Humor, noch mein Niveau. Schade, denn die Grundidee ist wirklich gut.