Montag, 2. Oktober 2017

Das Dunkel der Sterne: Die Chronik der Faller 2 von Peter F. Hamilton

Peter F. Hamilton ist der erfolgreichste britische Science-Fiction-Autor und gilt als Meister der groß angelegten, wahrhaft epischen Space Opera. Nach »Der Abgrund jenseits der Träume« kommen alle Fans nun in den Genuss des neuen Bands aus der »Chronik der Faller«: Der Planet Bienvenido konnte zwar endlich aus der Leere ins Universum zurückkehren. Doch er ist Millionen Lichtjahre vom Commenwealth entfernt und die Menschen sind in ihrer erbitterten Schlacht gegen die Faller auf sich allein gestellt. Diese haben fast jeden Bereich der Gesellschaft infiltriert, nur darauf aus, das menschliche Leben zu zerstören. Aber es gibt Hoffnung: Eine mysteriöse Gestalt, die als kriegerischer Engel bekannt ist, führt den verzweifelten Widerstand an. Und der Astronaut Ry Evine macht eine Entdeckung, die die Rettung bedeuten könnte – oder den Untergang der Menschheit …

Es wäre schön gewesen, wenn irgendwo auf dem Cover, oder wenigstens im Klappentext, ersichtlich gewesen wäre, dass es sich hier bereits um Teil 2 einer Reihe handelt. Dann hätte ich mir das Buch nämlich erspart. Ohne Teil 1 gelesen zu haben (Der Abgrund jenseits der Träume) blickt man schlicht und ergreifend nicht durch.
Aber auch wenn man diesen Teil 1 gelesen hat (ich habe mir immerhin die Leseprobe runtergeladen in der Hoffnung, dann etwas schlauer aus dem Buch zu werden), wird man kaum glücklich damit – es sei denn, man hat den Void-Zyklus gelesen. Denn an den schließt die Faller-Reihe an und bezieht sich darauf.
Also nur etwas für eingefleischte Fans, die die Reihe dementsprechend ganz toll finden werden.
Uns 'Normalos' kann ich aber nur abraten. Mal abgesehen davon, dass mich dieses ineinander Verzahnen mehrerer Reihen höllisch ärgert, weil es verdächtig nach Abzocke aussieht (man muss ja zwangsläufig auch die Vorserien noch kaufen, um durchzublicken), ist der Text auch sonst nicht gerade fessend. Man kriegt seitenweise irgendwelche Technik um die Ohren gehauen und Nebensächlichkeiten werden bis zum Erbrechen beschrieben. Dafür kriegt man Figuren aufs Auge gedrückt, die man gefälligst schon kennen muss und ein wenig Handlung – sehr wenig Handlung. Da will einfach keine Spannung aufkommen.
Mal abgesehen davon, wieso muss in einem Science Fiction immer Krieg herrschen? Wieviele Kriegsmaschinen und abgrundtief böse Fremde Rassen kann man ertragen, bevor einen das kalte Gähnen überkommt?
Dieser Autor und ich werden ganz bestimmt keine Freunde.