Montag, 8. Mai 2017

One Night @ the Call Center von Chetan Bhagat

In the winter of 2004, a writer meets a young girl on an overnight train journey. To pass the time, she offers to tell him a story. But she has one condition: that he make it his second book. The writer hesitates but asks what the story is about.

The girl replies that the story is about six people working in a call center and set during the course of one night.

It was the night they got a phone call. A phone call from God.

Chetan Bhagat ist für mich ein unbekannter Autor gewesen, als ich mir dieses Buch leistete. Ich habe es eigentlich auch nur aus Neugierde gekauft, denn das heutzutage jemand in einem Roman Gott mitmachen lässt, ist eher selten – und wenn doch, dann ist es meistens so albern, dass es auch kein Lesevergnügen ist. Da wollte ich mal sehen, wie es sich mit der indischen Kultur verträgt, wenn Gott sich per Telefon meldet.

Ich wurde in jeder Beziehung angenehm überrascht. Die sechs Personen, um die sich das Buch letztlich dreht, sind alle voller Leben, jeder hat seine Macken, seine Vorzüge, seinen eigenen Charakter und alle sind liebenswert – mal abgesehen vom Chef, den man liebend gerne ohrfeigen würde. Genaugenommen geht es aber auch eigentlich um die anderen fünf. Sie haben Sorgen wie du und ich, Ausreden, Fluchttaktiken und Methoden, sich ihr Leben schön zu reden wie jeder von uns.

Es macht Spaß, zu lesen, wie die fünf leben und lieben. Aber es macht auch nachdenklich, weil man ja doch das eine oder andere bisschen von sich selbst wiedererkennt.
Ich kann es jedenfalls voll und ganz empfehlen.


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