Montag, 6. März 2017

A Quiet Life in the Country (A Lady Hardcastle Mystery Book 1) von T E Kinsey

Lady Emily Hardcastle is an eccentric widow with a secret past. Florence Armstrong, her maid and confidante, is an expert in martial arts. The year is 1908 and they’ve just moved from London to the country, hoping for a quiet life.

But it is not long before Lady Hardcastle is forced out of her self-imposed retirement. There’s a dead body in the woods, and the police are on the wrong scent. Lady Hardcastle makes some enquiries of her own, and it seems she knows a surprising amount about crime investigation…

As Lady Hardcastle and Flo delve deeper into rural rivalries and resentment, they uncover a web of intrigue that extends far beyond the village. With almost no one free from suspicion, they can be certain of only one fact: there is no such thing as a quiet life in the country.

Ok, am Ende der Lektüre ist man nicht sehr viel schlauer, was die mysteriöse Vergangenheit dieser Lady und ihres Hausmädchens angeht. Das ist definitiv schade.

Aber sonst – was für ein tolles Buch!
Allein schon die spritzigen, humorvollen Dialoge sind lesenswert. Obendrein ist es aber auch noch spannend und längst kein mal schnell hingeworfener Pseudokrimi, der darüber hinwegtäuschen soll, dass man eigentlich nur den Hype hinsichtlich englischer Krimis mitnehmen will. Auch die lauernde Falle der sprachlichen Übertreibung wurde vermieden, in der so mancher Autor landet, wenn er eine Handlung in die Vergangenheit legt.
Tatsächlich hat Kinsey alles richtig gemacht, um einen guten, spannenden und niveauvoll witzigen Krimi aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts vorzulegen. Letzteres ist außerdem gut gewählt. Die Zeit war damals genug im Umbruch, um einer Frau wie Lady Hardcastle genügend Freiraum zur Entfaltung einzuräumen. Gleichzeitig gab es aber noch viele Konservative, die dabei die Nase rümpften. Ideale Voraussetzungen also.

Also alles wunderbar, wenn die dunklen Andeutungen in Sachen Vergangenheit von Lady und Maid wenigstens ein bisschen gelüftet würden. Vermutlich soll das in den nächsten Büchern nach und nach geschehen. Dass man auf diese Art bei der Stange gehalten werden soll, ist wirklich ärgerlich. Dafür einen Stern Abzug.


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