Montag, 27. Februar 2017

Die Stadt der Tausend Treppen: Roman (Die göttlichen Städte, Band 1) von Robert Jackson Bennett

Einst besaß die Stadt Bulikov die Gunst der Götter - bis diese vernichtet wurden. Die göttlichen Wunder und Schreine sind zerschlagen oder einfach verschwunden. Tausende Treppen führen ins Nichts - ein Mahnmal vergangener Größe. Offiziell ist die junge Shara Thivani Nachwuchsdiplomatin, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Meisterspionin - nach Bulikov geschickt, um einen Mörder zu fassen. Bald beginnt sie zu ahnen, dass es um viel mehr geht und die Götter nicht so tot sind, wie es heißt.

Die Handlung beginnt mit einer Gerichtsverhandlung, die eine einzige Farce ist. Wir scheinen uns in einer Welt zu befinden, in der Formalismus alles ist. Aber warum? Früher scheint das eine blühende Welt gewesen zu sein. Bis die Götter ermordet wurden. Aber sind Götter nicht eigentlich unsterblich? Sind sie überhaupt wirklich tot?
Aber der Reihe nach. In dem Buch scheint es erst einmal um die Aufklärung eines Mordes zu gehen. Eine Diplomatin soll den Mord aufklären. Das Buch liest sich denn auch wie ein Krimi oder Thriller, mit ein bisschen James Bond und einem Schuss Intrige.
Aber hinter dieser vordergründigen Handlung geht es eher um Religion und mit der Zeit wird die Handlung immer mystischer. Das Ganze wächst sich schließlich aus zu einer Suche nach der Wahrheit der Vergangenheit und dem Sinn der Gegenwart.

Die Heldin ist sympathisch, ihr Charakter vielschichtig. Sie ist klug und scharfsinnig, hinterfragt die Dinge. Ihr Begleiter ist dagegen eher der Typ hünenhafter Held, aber auch er ist nicht frei von Zweifeln.

Insgesamt kein leichter Lesestoff, aber faszinierend und spannend. Ich frage mich allerdings, ob die Qualität des Stoffes auch noch für weitere Bücher reicht. Dieses erste jedenfalls ist lesenswert.



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