Montag, 7. November 2016

Die silberne Königin von Katharina Seck

Silberglanz ist eine beschauliche Stadt in einer winterlichen Welt. Doch die Schönheit der von glitzerndem Schnee bedeckten Landschaft ist trügerisch. Seit Jahrzehnten ist das Land im ewigen Winter gefangen, es droht unter den Schneemassen zu ersticken. Alles ändert sich, als die 24-jährige Emma in die Chocolaterie von Madame Weltfremd kommt und diese ihr ein Märchen erzählt, das Märchen der silbernen Königin. Denn darin verborgen liegt die Wahrheit – über den Winterfluch, über den kaltherzigen König und über Emma selbst …

Ein Buch so richtig für die schmuddelige Jahreszeit, dachte ich mir. Schon das in Blau gehaltene Cover einer winterlichen Welt stimmt einen so richtig darauf ein. Also habe ich es mir an einem nebligen Tag mit dem Buch und einer Tasse gemütlich gemacht.

Anfangs war es wirklich interessant. Die Grundidee ist jetzt nicht unbedingt total ausgefallen – dass jemand über ein erzähltes Märchen zum Schlüssel des Schicksals wird, ist nicht gerade neu. Aber immerhin bot es eine Menge Möglichkeiten und war faszinierend dargestellt. Auch der Stil hat mir gefallen, eine einfache, schnörkellose Erzählung. Im Fantasy-Genre leider oft eher selten.
Ich war also positiv gestimmt und voller Erwartung.
Doch dann kam irgendwann ein Punkt, ab dem es einfach nicht mehr fesselnd war. Der Spannungsbogen brach ab, der Zauber ließ nach. Dieser Punkt war – wen wundert's – die Wende in der Geschichte. Sie kam ziemlich abrupt und wurde doch recht lieblos runtererzählt. Danach baute sich auch keine neue Spannung mehr auf. Es plätscherte einfach so dahin.

Insgesamt ist es also wirklich kein schlechtes Buch, sondern schon ganz nett. Aber ein wirklich gutes Buch ist es auch nicht. Mittelmaß eben.


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