Montag, 17. Oktober 2016

Die geheimen Akten des Sir Conan Doyle: Akten 1-10 von Raimon Weber

Sherlock Holmes meets Akte X“ . Mystische, actionreiche Kriminalstorys um den Schöpfer von Sherlock Holmes. In den zehn abgeschlossenen Storys „Die geheimen Akten des Sir Arthur Conan Doyle „ wird der weltberühmte Autor und Schöpfer von Sherlock Holmes selbst zum Ermittler. Seine Fälle führen ihn auf lebensgefährliche Expeditionen ins finstere Afrika und zur arktischen Inselgruppe Spitzbergen. Es verschlägt ihn vom Hof des letzten Zaren in die tückische Einsamkeit Sibiriens. In jeder Episode begegnet Doyle einer Welt jenseits unserer Vorstellungskraft, einer Welt zwischen Leben und Tod. Bevölkert von Wesen, die wir selbst in unseren kühnsten Vorstellungen nicht erahnen können.

Jeder kennt den ebenso scharfsinnigen wie exzentrischen Sherlock Holmes. Aber nur Wenige wissen, dass sein im Jahre 1859 in Edinburgh geborener Schöpfer dem Meister- Detektiv in nichts nachstand: Sir Arthur Conan Doyle schrieb nicht nur fesselnde Kriminalromane, er begeisterte sich auch für übersinnliche Phänomene und unternahm zahlreiche Reisen auf den Spuren des Okkulten.

Sir Arthur Conan Doyle, das ist eine Tatsache, war wirklich sehr am Okkulten interessiert. Er glaubte fest an Elfen und daran, dass Geister mit uns in Kontakt treten können. Auch dass er tatsächlich über eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe und großen Scharfsinn verfügte, ist bekannt. Insofern liegt es natürlich nahe, ihn zum Helden übersinnlicher Krimis oder dergleichen zu machen.
Dementsprechend habe ich mich sehr auf diese 'geheimen Akten' gefreut, mag ich doch auch Poe, Le Fanu, Stoker und überhaupt den viktorianischen "Phantastischen Realismus".
Die einzelnen Geschichten an und für sich sind auch gar nicht schlecht. Der Autor hat auch offensichtlich gut recherchiert und vermag es auch, eine gewisse Spannung aufzubauen. Aber irgendwie will sich bei mir nicht das erhoffte Lesevergnügen einstellen. Die einzelnen Figuren wirken doch etwas oberflächlich, und gerade bei Conan Doyle vermisse ich etwas mehr Tiefe, mehr Lebendigkeit. Er fungiert ja meistens eigentlich nur als Erzähler und Vermittler der Rahmenhandlung, wenn er Freunde und Bekannte trifft, denen außergewöhnliches zustößt und die er dann begleitet. So bleibt er selbst meist im Großen und Ganzen außen vor.
Bei einem Titel wie Die geheimen Akten des Sir Conan Doyle erwarte ich dann eben auch Sir Conan Doyle, sein Leben, seine Abenteuer, Ereignisse, die ihm zustoßen. Zugegebenermaßen ist das ein größeres Wagnis und erfordert mehr Können als diese Variante hier, die der Autor wählte. Aber das hätte das Buch dann auch wirklich zu etwas besonderem gemacht.
Schade, dass der Autor das Risiko nicht einging.


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