Freitag, 7. Oktober 2016

Die Bibliothekare: Die maskierte Stadt von Genevieve Cogman

Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die jenseits von Raum und Zeit als Tor zwischen den Welten existiert. Ihr Job ist es, einzigartige, ungewöhnliche oder rare Bücher für diese Bibliothek zu beschaffen. Sie hat gerade auf einer zwielichtigen Auktion einen seltenen Bram-Stoker-Text erworben, als sie und ihr Assistent Kai überfallen werden. Zu spät erkennt Irene, dass es nicht um das Buch, sondern um Kai geht. Er wird entführt, ohne dass Irene es verhindern kann. Die Spur der Verbrecher führt in ein dunkles Venedig des immerwährenden Karnevals. Ein Ort der Masken und Geheimnisse. Und des Todes ...

Ich habe ja schon „Die unsichtbare Bibliothek“ besprochen, den Auftaktband der Reihe um Irene Winters und ihren Assistenten Kai. Das hier ist also ein weiterer Teil. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und ich wurde nicht enttäuscht.
Vorab möchte ich aber sagen, dass es von großem Vorteil ist, den ersten Band zu kennen. Tut man das nicht, dürfte es einem sehr schwer fallen, in die Handlung zu finden. Denn die Autorin hält sich nicht lange damit auf, die Vorgeschichte zu skizzieren, sondern stürzt sich gleich mitten in die Handlung.
Schon im Vorgängerband war ich fasziniert von der Grundidee einer Bibliothek zwischen den Welten, in der die Bibliothekare keine weltfremden Wesen sind, die langsam Staub ansetzen, sondern gerissene Agenten, die undercover ermitteln, waghalsige Aktionen starten, um bestimmte Bücher zu retten und überhaupt mehr die Indiana Jones der Bücher sind.

Dieser neue Band führt den Leser nicht nur wieder in die Unsichtbare Bibliothek, sondern auch ins Viktorianisches London, nach Venedig zum Maskenball und noch so manche andere Stadt oder Epoche. Die Handlung ist mitreißend, der Stil wie schon beim letzten Mal angenehm.

Kurz und gut: Ich kann dieses Buch empfehlen.


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