Montag, 1. August 2016

The Cold Tap von Tom Beckerlegge

Edgar Mallender is indisposed. Plagued by a painful condition, he spends his days soaking in the bathtub, surrounded by a library of books. But when a beautiful ballet dancer seeks his help, Edgar has to dry himself off and turn private detective. He is plunged into a dangerous world of ruthless businessmen and psychotic thugs, where only one thing can save him from being washed down the plughole: his knowledge of bathing…

Who were the cleanest barbarians in history? How did the bathtub ruin American cinema? Why don’t more people hate Sherlock Holmes? Part-mystery, part-history, The Cold Tap is a smart, offbeat tale for anyone who’s ever taken a book into the bathroom.

Edgar Mallender hat eine garstige Form von Neurodermitis. Und gegen das einzige Medikament, dass helfen könnte, ist er allergisch. So bleibt ihm nur, bei einem Anfall in die Badewanne zu steigen, denn ein Bad ist das einzige, das ihm Linderung bringt. So hat Edgar seine kleine Welt in einem Badezimmer aufgebaut – umgeben von Büchern macht er sich eifrig Notizen und träumt davon, einen großen Roman über das Baden zu schreiben.
Doch dann kommt ein riesiger Finne in sein Bad und bringt ihn beinahe um – gefolgt von einer traumhaft schönen Baletttänzerin, die Edgar engagiert, um ihr aus einer prekären Situation zu helfen. Damit ist dann erst einmal vorbei mit der heilen Badewelt. Doch Edgar muss feststellen, dass es gerade sein Wissen übers Baden ist, das ihm auch hier vielleicht noch die Haut retten könnte.

Es ist erstaunlich, was so alles über das Baden erzählt werden kann und wie oft in der Vergangenheit eine Badewanne eine wesentliche Rolle gespielt hat. Sei es nun Sokrates, Kleopatra oder Marat, der japanische Baderitus oder das russische Badehaus – passend zur Handlung wird witzig und gekonnt darüber erzählt. Der 'eigentliche' Plot ist zudem so richtig schön verzwickt und skurril. Es ist eine Freude, dieses Buch zu lesen. Doch dann kommt der Schluss und der ist so dämlich, unlogisch und mit dem Brecheisen auf Effekt geschrieben, dass man das Buch am Ende doch enttäuscht zur Seite legt.

Trotzdem, mal abgesehen vom Schluss ist es ein tolles Buch. Nicht nur unterhaltend, sondern auch lehrreich.


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