Montag, 6. Juni 2016

Die STAR TREK Physik: Warum die Enterprise nur 158 Kilo wiegt und andere galaktische Erkenntnisse von Metin Tolan

Wie genau nehmen es die Macher von »Star Trek« eigentlich mit Physik und Technik? Erstaunlich genau! Schließlich rechnet Spock in Windeseile aus, dass genau 1.771.551 puschelige Tribbles in den Laderaum der Enterprise passen. Und es wird auch nicht einfach nur »Gas« gegeben, wenn die Enterprise zu ihren Reisen aufbricht – nein, sie reist mit »Warp-Antrieb«. Könnte sich das berühmteste Raumschiff der Filmgeschichte tatsächlich in der Nähe des Sterns Sigma Draconis befinden, und müssen wir uns vor dunkler Materie wirklich fürchten? In bewährter wie unterhaltsamer Manier analysiert Metin Tolan anhand vieler Filmszenen alle Mechanismen und Zahlen, mit denen die Sternenflotte zu tun hat – und kommt zu galaktischen Erkenntnissen. Faszinierend!

Dies ist mein erstes Buch von Metin Tolan, aber es wird bestimmt nicht mein letztes sein. Ich habe es mir ausgesucht, weil ich – ich gestehe es – ein Trekkie bin. Ein gemäßigter zwar, denn ich könnte keine Dialoge nachsprechen und ich weiß auch nicht, welche Kleidergröße T'Pol hat, oder welche Schuhgröße Commander Riker. Aber nichtsdestotrotz ein Trekkie. In diesem Buch nun werden durch viele Zitate und Bilder Erinnerungen an einzelne Serienfolgen wieder wach. Und wenn Tolan nach den Zitaten mit trockenem Humor entlarvt, was Crew-Mitglieder da wirklich von sich gegeben haben, ist es einfach nur ein Vergnügen.


In den Star Trek-Serien kommt eine Menge vor, was an Physik zumindest erinnert. Und damit meine ich nicht nur das Beamen oder den Warp-Antrieb. Aber wenn von Tachyonstrahlen gesprochen wird, von Antimaterie oder der Rekalibrierung der Heisenberg-Kompensatoren, dann wäre es doch interessant zu wissen, ob das pure Erfindungen sind, oder nicht. Erstaunlicherweise ist viel davon zumindest theoretisch denkbar (mal abgesehen von den Heisenberg-Kompensatoren) und den Machern von Star Trek scheint doch sehr daran gelegen zu haben, sich im Rahmen der Physik zu bewegen. Das ist mehr, als man von so manch anderer Science Fiction-Reihe sagen kann.

Dieses Buch schafft es, sowohl dem Physik-Laien als auch dem ambitionierten Leser eben genau das zu erklären. Und das auch noch auf unterhaltsame Weise.Grundsätzlich zerfällt jedes Kapitel in zwei Teile. Der erste ist für den Laien, der zweite für die etwas komplexeren Herleitungen und Berechnungen steht jeweils am Ende der Kapitel als „Details für Besserwisser“. Wem dies zu weit führt, der kann diese Abschnitte einfach überspringen. Zugegeben, dabei habe ich in der Regel schnell aufgegeben – schon in der Schule fand ich Physik mit ihren logischen Erklärungen interessant, aber wenn es ans Rechnen ging, habe ich fast immer versagt.


Obgleich dieses Buch natürlich besonders für die Fans der Serien ein Leckerbissen ist, ist es auch für jeden anderen interessant, der sich gerne mal Gedanken macht, was die Zukunft gerade im Bereich der Wissenschaft bieten könnte. Fragen der Energiequellen, Datenspeicherungen, Antriebe usw. werden genauso angesprochen wie viel Wissenswertes über unser Sonnensystem und die Welt in der wir leben bzw. einmal leben könnten.

Ich kann die Lektüre nur wärmstens empfehlen! 

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