Montag, 11. April 2016

Schwarzwaldrauch: Ein Fall für Hubertus Hummel (Hubertus-Hummel-Reihe, Band 11) von Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer


Der Schwarzwald wird von einem gewaltigen Orkan heimgesucht. Noch während das Unwetter tobt, erhalten der neugierige Lehrer Hubertus Hummel und der Journalist Klaus Riesle einen beunruhigenden Anruf. Ein Jäger will ihnen etwas Dringendes mitteilen, doch dann bricht die Verbindung ab. Als sie ihn zu Hause aufsuchen, finden sie den Wildexperten neben dem Schwarzwälder Schinken aufgehängt in seiner Räucherkammer. Zunächst sieht es wie Selbstmord aus, doch dann stellt sich heraus: Der Mann wurde ermordet! War der Jäger zwischen die Fronten eines Schinkenstreits geraten?

Ok, das ist ein Regionalkrimi. Ein typischer. D.h., es gibt Ortsbeschreibungen zum Wiedererkennen, urige Einheimische mit den typischen Eigenschaften, einen 'Ausländer', also jemanden, der nicht von dort stammt und folglich die Eigenheiten nicht versteht und, ach ja, einen Mord. Und es gibt natürlich ein Ermittlerduo, charakterlich so gegensätzlich wie Tag und Nacht, aber in inniger Freundschaft verbunden. Alles da. Obendrein gibt es auch Humor. Feine Sache.
Aber ach, muss denn einer der beiden Ermittler so ein Ekelpaket sein? Egoistisch, rüpelhaft und stolz darauf, dass er keine Bildung hat – einer der Art von Menschen, wie sie einem heutzutage viel zu oft auf der Straße begegnen und von denen ich dann nicht auch noch in Büchern belästigt werden will. Und mit dem soll ich mitleiden und mitfiebern? Nein.
Sein 'Partner' Hubertus Hummel ist ein netter Kerl, geht aber völlig unter. Nicht nur bei seinem Freund, sondern auch bei seiner Frau, die tagein tagaus nur ihre innere Mitte sucht.

Ich liebe den Schwarzwald und seine Bewohner. Aber hier war ich dann doch relativ schnell erst vom Reporter genervt, dann von der Handlung gelangweilt. Man muss wahrscheinlich doch vor Ort wohnen, um diesen Krimi schätzen zu können.


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