Montag, 7. März 2016

Bloodbound – Die Garde des Königs von Erin Lindsey


DIE BESTE DER KÖNIGSKLINGEN STEHT VOR IHRER SCHWERSTEN AUFGABE ... Alix Black dient in der Garde des Königs und ist vor allem für eins bekannt: ihren unbezwingbaren Kampfgeist. In einer fast verlorenen Schlacht ist sie die letzte, die an der Seite ihres Königs steht. Und sie rettet ihm das Leben. Zum Dank erklärt König Erik sie kurzerhand zu seiner persönlichen Leibwächterin und stellt Alix damit vor die größte Herausforderung ihres Lebens. Sie muss sich nun den Respekt ihrer Untergebenen hart erkämpfen und sich der Tatsache stellen, dass viele die Hände nach der Krone ausstrecken – auch in den eigenen Reihen.

Eine interessante Mischung: Eine starke weibliche Hauptrolle, ein bisschen Alchemie und eine Dreiecks-Liebesgeschichte. Autor Erin Lindsey (das Pseudonym für E. L. Tettensor – oder umgekehrt) schildert eine minimalistische Welt mit glaubwürdigen Charakteren und einem Hauch Übernatürlichem. Seine Sprache ist gut und verständlich, das Tempo flüssig und flott.
Die Dreiecksgeschichte fand ich dann aber doch etwas sehr gestelzt. Liam hat natürlich eine geheimnisvolle Vergangenheit, natürlich ist er ein Bastard und natürlich ist nicht bekannt, wer sein Vater ist. Er ist anscheinend schon lange mit Alix befreundet. So ganz klar ist es zwar nicht; man muss dem Autor einfach mal glauben.
Der dritte im Bunde ist – auch natürlich – der König persönlich.
Alix soll sich natürlich von Liam fernhalten, er ist schließlich ein Bastard, tut es natürlich nicht, sondern beginnt eine Liebesbeziehung ...
Ja, und dann geht es mehr oder weniger dahin wie in jedem anderen Liebesroman. Von der starken weiblichen Hauptrolle bleibt nicht mehr sehr viel übrig.

Ich habe ganz bewusst diese vielen 'natürlich' gewählt, denn das ist es, was mich so genervt hat: Die üblichen Zutaten, nichts Originelles, nichts wirklich Neues. Und so schön die Sprache des Autors auch sein mag. So toll, dass sie darüber hinweg tröstet, ist sie nicht.
Schade, denn es begann so vielversprechend. Am Ende habe ich aber eigentlich nur noch quer gelesen und mich geärgert.


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