Montag, 8. Februar 2016

Tote Dinge von Stephen Blackmoore

Nekromant ist so eine hässliche Bezeichnung, doch Erik Carter wird sie nicht mehr los. Er kann mit den Toten reden und hat diese Fähigkeit in ein lukratives Geschäft verwandelt. Manchmal verhilft er gequälten Seelen zu ihrem Frieden, manchmal sind die Aufträge viel gefährlicher.

Den nächsten Fall nimmt er besonders ernst: Carters Schwester wird ermordet, und er will den Schuldigen bezahlen lassen. War es ein Gangster, ein Magier - oder etwas noch viel Schlimmeres?

Der Plot dieses Romans bietet auf den ersten Blick nicht viel Neues. Anders gesagt, er ist Standard. Aber statt Werwölfen, Vampiren und bösen Zauberern geht es diesmal um die Loas des Voodoo. Das klingt ja nun gar nicht schlecht.

Leider ist der Held der Story längst nicht so cool, wie er rüberkommen sollte. Und obendrein ist er ein Idiot. Er lässt seine Schwester allein zurück, mit etlichen Feinden drum herum und wundert sich, dass sie letztlich ermordet wird. Ja, damit kann ja nun auch wirklich niemand rechnen!

Und wirklich spannend ist es auch nicht. Das wird durch literweise Blut, abgerissene Körperteile, Eingeweide und saftige Flüche kompensiert. Wer sowas mag, sollte bei diesem Buch auf jeden Fall zugreifen.

Ich hätte mir dagegen etwas mehr Tiefe gewünscht. Wenn man sich Voodoo zum Thema wählt, sollte man sich auch eingehend damit beschäftigen und darüber schreiben, statt alles in einem Schlachtfest zu ersticken. Damit tut der Autor dieser Religion bitter Unrecht und haut einfach nur in die gleiche alte Kerbe, wie schon viele Schriftsteller vor ihm.

Nein, dieses Buch ist nichts für mich. Und die Fortsetzungen werde ich bestimmt nicht lesen.


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