Dienstag, 5. Januar 2016

Schattenschläfer von Paul Finch


Ein eisiger Winter bricht über den Norden Englands herein, als in der Nähe des Lake District zwei junge Mädchen verschwinden. Alles spricht dafür, dass »Der Fremde« zurückgekehrt ist, ein Killer, an den sich Detective Mark Heckenburg und seine Kollegen nur zu gut erinnern. Zehn Jahre ist es her, dass er das letzte Mal zugeschlagen hat. Aus dem Dunkel, brutal, tödlich. Nun sucht er sich erneut seine Opfer, eines nach dem anderen. Heck macht sich auf die Jagd nach dem Unbekannten, doch schon bald steht er selbst mit dem Rücken zur Wand.

Paul Finch neuestes Buch „Schattenschläfer“ ist der vierte Band der Reihe um den Ermittler Mark 'Heck' Heckenburg.
Die Geschichte spielt in einem Dorf im Lake District in Cumbria festlegen. Eine Gegend voller wilder Schönheit, aber auch sehr einsam und mehr oder weniger ein einziges großes Funkloch. Das ist ausgesprochen praktisch, wenn man einen Thriller in der heutigen Zeit schreiben will.
Zu Anfang verschwinden zwei Mädchen, die sich – völlig unpassend gekleidet – aufmachen, eine Wanderung zu unternehmen. Leider ist das sehr realistisch, wie die Bergrettung bestätigen kann. Man ahnt praktisch schon, als die Mädels losziehen, dass das nicht gut enden kann.
Der Autor versteht es, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen und die Bedrohlichkeit dann auch noch zu steigern. Das erste Drittel des Buches ist überaus spannend …

Leider kann man das von den folgenden zwei Dritteln nicht mehr sagen. Zu viele Wiederholungen, und mit Verlaub, auch zu viel Kitsch. Natürlich ist Action angesagt, ein schnelllebiges, klaustrophobisches Gefühl kommt immer mal wieder auf, aber das war's dann auch schon.
Zugegebenermaßen sind Thriller nicht so meins. Und die anderen drei Teile der reihe habe ich auch nicht gelesen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das an meinem Eindruck etwas ändern würde.

Dies ist ein Buch, dass routiniert geschrieben wurde, für meine Begriffe etwas zu oberflächlich, um wirklich mitzureißen. Aber Fans der Reihe und des Stils des Autors werden es wahrscheinlich lieben.


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