Dienstag, 29. September 2015

Hudson & Lowrey: Detective Stories von Kathi Unterberg

Wir schreiben die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, Schottland zu Zeiten Queen Victorias. Gemeinsam mit ihrem Partner Arthur Lowrey ermittelt die ehemalige Journalistin Hazel "Hudson" Cabbie als Detektiv in Edinburgh.
Doch die Dinge sind nicht immer so wie sie zu sein scheinen. Arthur Lowrey selbst ist dafür das beste Beispiel: Lowrey weilt nämlich bereits seit einer ganzen Weile nicht mehr unter den Lebenden, und so sind auch die Fälle, die das ungleiche Ermittlergespann zu lösen hat, nicht immer konventioneller Natur. Machen sie sich in einem Fall auf die simple Suche nach einer gestohlenen Brieftasche, bekommen sie es in einem anderen mit einem unheimlichen Kult zu tun und müssen sich gar einem Rudel Werwölfe stellen. Zumindest falls die beiden sich nicht gerade in endlosen Streitgesprächen ergehen. Oder leider geradezu triviale Diebstähle zu klären haben.

"Hudson & Lowrey" umfasst vier Kurzgeschichten im Stil von Sherlock Holmes, verfeinert mit einer kleinen Prise Fantasy.

Vier Geschichten, von leichter Hand geschrieben. Ich hatte eine Menge Spaß beim Lesen dieses Buches. Allerdings blieben so einige Fragen offen.
So ist Lowrey ja anscheinend tot, aber er hat einen Körper inklusive Geschmacksnerven und Magen, was seine Vorliebe für Sherry, Brandy und Orangenmarmelade zeigt. Wie in diesen Zustand kam, wird nicht erklärt. Und welchen Unterschied es macht dass er tot ist, ist mir auch nicht klar. Gut, er braucht keinen Schlaf. Aber ansonsten benimmt er sich genauso wie ein Lebender. Wozu also der Kunstgriff?
Warum Hazel von Lowrey 'Hudson' genannt wird, wird auch nicht geklärt, Nur einmal eine vage Andeutung, mehr nicht. Aber natürlich hat der Leser so seine Vermutungen - man denkt da ja doch gleich an Sherlock Holmes und seine Vermieterin.
Und dann scheint die Wohnung, in der die beiden leben, anfangs die von Hazel zu sein. Erstaunlich ist aber, dass eigentlich so ziemlich alles in der Wohnung Lowrey zu gehören scheint.

Die Autorin hat auf jeden Fall das Talent, das notwendig ist, um Detektivgeschichten zu schreiben. Und so hoffe ich doch sehr, das es eine Fortsetzung geben wird, in der dann alle Rätsel geklärt werden.

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