Dienstag, 12. Mai 2015

Zwölf Wasser: Nach den Fluten von E.L. Greiff


Die Prophezeiung der Undae scheint grausame Wirklichkeit zu werden: Die Welt steht in Flammen, das Wasser schwindet zusehends und mit ihm die Menschlichkeit. In Agen hat Asing in Gestalt von Babu ihre Schreckensherrschaft begonnen und wer sich ihr nicht unterwirft, wird öffentlich verbrannt. Das Schicksal des Kontinents hängt mehr denn je an der Standhaftigkeit der Welsen, die ihre letzten Kräfte aufbieten …

Ich habe von dieser Trilogie das erste Buch gelesen, dass mich nicht gerade vom Hocker riss. Das zweite Buch habe ich mir geschenkt. Aber als nun Teil 3 vor mir lag, hab ich doch mal reingelesen. 

Verpasst habe ich offenbar nichts, als ich Buch 2 nicht las.  Jedenfalls fand ich schnell wieder in die Handlung. Leider wurde weder der Stil noch die Handlung besser und ich bin genauso enttäuscht, wie beim ersten Buch. Das liegt vor allem am Schreibstil. Der ist ausführlich. Sehr ausführlich. Manchmal schweift die Autorin sogar derartig ins Detail ab, das man Probleme hat, den roten Faden wieder zu finden. Und so kommt es, dass man sich auch immer mal wieder fragt, ob man es wirklich so genau wissen will – ein wenig mehr Handlung und weniger Beschreibung wäre schon ganz schön, auch wenn das Buch dann kein so eindrucksvoll dicker Wälzer wird.
Dazu kommt ein schlechtes Timing. Warum zum Beispiel taucht Min, der eigentliche Held der Geschichte, erst so spät auf?

Der Höhepunkt sollte wahrscheinlich der Kampf gegen den Dämon werden. Leider war gerade der eher langweilig.

Überhaupt war das Ende schnell vorhersehbar. Einige Fragen blieben dafür unbeantwortet, etliche Handlungsfäden lose und unverknüpft.
Man wird das Gefühl nicht los, dass die Autorin einfach nur noch fertig werden wollte.
Ein rundum passender und richtiger Abschluss einer Trilogie sieht anders aus. Aber vielleicht hält sich die Autorin ja die Hintertür offen, doch noch einen vierten Teil zu schreiben? Den werde ich aber bestimmt nicht lesen.


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