Dienstag, 26. Mai 2015

Austenland 1 von Shannon Hale

Jane is a young New York woman who can never seem to find the right man-perhaps because of her secret obsession with Mr. Darcy, as played by Colin Firth in the BBC adaptation of Pride and Prejudice. When a wealthy relative bequeaths her a trip to an English resort catering to Austen-obsessed women, however, Jane's fantasies of meeting the perfect Regency-era gentleman suddenly become more real than she ever could have imagined. Is this total immersion in a fake Austenland enough to make Jane kick the Austen obsession for good, or could all her dreams actually culminate in a Mr. Darcy of her own? In this addictive, charming and compassionate story, Shannon Hale brings out the Jane Austen obsessive in all of us.


Selten hat es mir mehr leid getan, ein Buch gelesen zu haben! Die Hauptprotagonistin Jane ist eine Frau über dreißig mit der Einstellung einer Dreizehnjährigen (womit ich den Dreizehnjährigen jetzt wahrscheinlich bitter Unrecht tue) und so prüde, dass man denken könnte, sie sei noch Jungfrau. Dieses verklemmte und willensschwache Wesen sucht einen Mann wie Mr. Darcy aus Jane Austens „Stolz und Vorurteil“. Außerdem nummeriert sie ihre „Boyfriends“ durch – wobei den Titel Boyfriend eigentlich jeder erhält, den sie mehr als zwei Sekunden interessant findet.
Na ja, so platt, blass und dämlich, wie die Hauptdarstellerin sich benimmt, wundert es einen nicht, dass jeder Mann die Flucht ergreift.

Die Grundidee der Story ist eigentlich ganz originell: Jane, die für Mr. Darcy in der Verfimung mit Colin Firth in eben dieser Rolle schwärmt, bekommt von ihrer Tante einen Besuch im Austenland, einer Art Disneyland für Austen-Süchtige, geschenkt und findet hier natürlich nach einigem Hin und Her ihren Mr Darcy.
Wie gesagt, ich fand das schon recht originell. Doch die Umsetzung ist so schrecklich, dass Jane Austen sich im Grab umdrehen würde, wüsste sie, wozu man ihre wunderbaren Bücher missbraucht hat.

Dass die Story vorhersehbar war, hat mich dabei nicht mal so gestört. Das ist bei Liebesgeschichten ja meistens so. Aber ich hätte doch gern eine Akteurin, mit der man sich wenigstens ein bisschen identifizieren kann, eine, die es wert ist, mit ihr mitzuleiden, mitzufiebern und sich am Ende mitzufreuen. Dafür müsste sie aber schon um einiges weniger nervtötend sein und entschieden weniger weltfremd.

Und das ist der erste Teil einer Serie! Alle weiteren aber ohne mich.


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