Dienstag, 17. März 2015

Der Triumph der Zwerge von Markus Heitz


Klappentext: Mit »Die Zwerge« begann Markus Heitz' einzigartige Erfolgsgeschichte – und er hat noch nicht alles über die axtbewehrten Krieger erzählt. Seit Jahren harren die Fans auf das neue Abenteuer, den entscheidenden Kampf zwischen den Zwergen und ihren dunklen Feinden. Mit »Der Triumph der Zwerge« werden die Kleinen zu Legenden werden. Der Krieg um das Geborgene Land scheint vorüber. Frieden kehrt ein und die Völker festigen ihre Freundschaft, um geeint jeder Gefahr zu trotzen. Doch die Elben schmieden in ihren alten Reichen einen bedrohlichen Bund. Und im Grauen Gebirge wird ein Menschenkind aus dem Jenseitigen Land gefunden, das die Sprache der Albae spricht. Auf wundersame Weise gewinnt das Mädchen die Gunst vieler Bewohner des Geborgenen Landes, während die Zwerge dem Neuankömmling misstrauisch gegenüberstehen. Als ein übermächtiger Feind im Gebirge gesichtet wird, stellt sich heraus, dass das Mädchen ein Geheimnis hat, das die Zukunft des Volkes der Zwerge verändern wird. Wird eine letzte Schlacht geschlagen werden müssen? Und handelt es sich bei dem zurückgekehrten Tungdil tatsächlich um den legendären Helden der Axtschwinger? ... Der heiß ersehnte neue Band der Bestsellerserie um »Die Zwerge«.


Zwölf Jahre ist es nun schon her, dass Piper Markus Heitz ersten Band der Zwergensaga herausbrachte. Nun liegt uns also Band 5 vor.
Das Prinzip dieser Reihe ist einfach: Im Geborgenen Land gibt es die dunklen Albae und die Zwerge und beide können nicht miteinander. Da die Zwerge die Helden der Buchreihe sind, steht zu vermuten, dass sie die Guten sind und die Albae die Bösen. Die Zwerge zeigten sich dementsprechend stets als humorvolles Volk, dessen heeres Ziel es war, dem Geborgenen Land Frieden zu bescheren.
Und die Albae – dass sie dunkel genannt werden, sagt ja eigentlich schon alles über ihren Charakter aus: Sie sind düster und irgendwie schlecht drauf. Es gibt übrigens auch noch eine fünfbändige Reihe, bei der die Albae im Mittelpunkt stehen. Man kann Heitz also nicht vorwerfen, dass er nicht beide Völker gründlich abgearbeitet und vor uns ausgebreitet hat.
Aber zurück zu den Zwergen: Auf diesen fünften Band hat der Leser sage und schreibe sieben Jahre warten müssen. War es das lange Warten wert? Wie man's nimmt. Wer sich endlich so etwas wie einen Abschluss des Zyklus ersehnt hat, wird froh darüber sein. Allerdings hält sich der Autor im Nachwort das Hintertürchen offen, dass er möglicherweise noch einmal ins Geborgene Land zurückkehren wird. „Der Triumph der Zwerge“ klingt jedoch erst einmal nach dem Ende der Geschichte.
Wer kein eingefleischter Fan ist, wird dagegen möglicherweise enttäuscht sein. Sicher, Markus Heitz ist ein erfahrener Schreiber. Aber gerade deshalb fragt man sich, warum er bei dieser Standardhandlung Jahre brauchte, um das Buch zu schreiben. Der Wunsch nach einem perfekten Plot kann nicht dahinter gesteckt haben. Denn abgesehen davon, dass einiges doch sehr nebelhaft bleibt, ist es vor allem der Bruch in der Erzählung, der stört. Allein, wie da so ganz plötzlich aus dem schlachtenerprobten Helden Tungil ein friedlicher Gelehrter werden konnte, ist so erstaunlich wie frustrierend. Überhaupt mangelt es der Welt der Zwerge in diesem Buch zu sehr an Leben und Atmosphäre, um einen wirklich zu berühren. Und das Hintertürchen mit der eventuellen Rückkehr riecht da schon auch ein bisschen sehr nach Kommerz.
Insgesamt vermisst man in dem Buch das Herzblut, dass ein Autor in jedes seiner Bücher stecken sollte. Es ist routiniert und entsprechend gut geschrieben. Aber ein flammender Stern an Markus Heitz Sternenhimmel ist es nicht.


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