Dienstag, 24. Februar 2015

Ausgeschlachtet von Marcus Sammet

Max Hermann ist durch und durch Profi. Seine Opfer sind nie unschuldige, unbescholtene Menschen. Sie stammten immer selbst aus der Unterwelt. Sein nächstes Ziel ist wegen der außergewöhnlichen Blutgruppe für den organisieren Organhandel äußerst wertvoll. Ines Mellinghof soll sein letzter Auftrag sein, bevor sich Max Hermann zur Ruhe setzten will. Doch die Begegnung mit ihr verändert alles...


Eigentlich bin ich ja kein Fan von Thrillern – zu brutal. Aber was der Klappentext da versprach, hat mich dann doch neugierig gemacht. Um es gleich vorweg zu sagen, es ist wirklich brutal: Blut spritzt, Knochen brechen, jede Menge Tote. Und doch... ich fand das Buch interessant. Denn Marcus Sammet versteht es, neben all der Gewalt, der menschenverachtenden Kaltblütigkeit und der gnadenlosen Skrupellosigkeit Gefühle aufblühen zu lassen.

Ob und wie gut in Sachen Organhandel recherchiert wurde, kann ich nicht beurteilen. Mich schaudert, wenn ich daran denke, dass es das alles in der Realität wirklich gibt. Ich finde aber, dass dies nicht der Hauptpunkt in diesem Buch ist. Dem Autor ist viel mehr an den Menschen hinter den Akteuren gelegen. Dass er es schafft, einen Auftragskiller sympathisch erscheinen zu lassen, obwohl er Menschen tötet, mal so nebenbei Nasen bricht und auch sonst nicht gerade zimperlich ist, ist ungewöhnlich.

Es gibt vielleicht den einen oder anderen Zufall zu viel, aber trotzdem kann man sagen, dass dieses Buch eine spannende Lektüre ist.



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