Dienstag, 9. Dezember 2014

Der Kampf des Jahrhunderts von Jan Oldenburg


Ohne das königliche Geschlecht derer von Grymmenstein wäre das Koboldreich Arkzul sicherlich nie geworden, was es heute ist: Ein einzigartiger Ort voller Leben, Leid und Unterdrückung. Und Hunger natürlich. Glücklicherweise hat Horfax der Dritte von Grymmenstein sein Volk fest in seiner kleinen, fetten Hand (auch wenn er von Tuten und Blasen keine Ahnung hat). Doch kurz nachdem er sich selbst zum Gott erklärt hat, wird sein Leben von einem ehrenhaften Schmied durcheinander geworfen, der eine Rebellion anzettelt. Horfax muss fliehen, aber eines weiß er sicher: Er wird wiederkommen.

Mit „Der Kampf des Jahrhunderts“ liefert Jan Oldenburg sein mittlerweile drittes Buch ab.
Genau wie die „Fantastik AG“ und „Totentrickser“ ist das Buch in den 'Fernen Landen' angesiedelt, einer Fantasywelt, die am besten als Persiflage auf ernster gemeinte Fantasywelten verstanden werden sollte. Es handelt sich jedoch nicht um eine Fortsetzung, sondern steht zumindest von der Handlung her für sich allein.
Der Stil dieses dritten Buches entspricht dafür aber wieder dem der ersten beiden Bände. Wer deren sarkastisch-klamaukigen Stil gut fand, wird also auch dieses Buch mögen.
Die immerhin 336 Seiten lesen sich rasch und flüssig. Trotzdem will sich nicht der totale Lesespaß einstellen, der bei „Fantastik AG“ so vorzüglich, bei „Totentrickser“ schon weniger vorhanden war. Ich mag ja schwarzen Humor und für Ironie bin ich immer zu haben. Aber hier verkam der Witz teilweise zur Posse und wurde albern. Genau das aber ist auf Dauer nicht zu ertragen, zumindest nicht für mich. Nein, nach einiger Zeit wurde das Buch so ab der zweiten Hälfte vor allem eins: nervig.


Insgesamt könnte man das Ganze wohl als leichte Unterhaltung für den Feierabend einstufen, wenn das Hirn nach einem langen Arbeitstag nicht auch noch durch schwere Lektüre beansprucht werden soll, sondern Gelegenheit hat, sich zu entspannen. Und die Lachmuskeln kriegen dafür ganz sicher was zu tun.
Ich gebe daher drei gute Sterne, denn das Buch ist zwar ganz sicher nicht Oldenburgs bestes, ganz sicher aber auch nicht schlecht.



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