Dienstag, 13. Mai 2014

Interview mit Erkül Bwaroo

Erkül Bwaroo hat Fabienne Siegmund im Mai 2014 ein Interview gegeben. Hier ist es in voller Länge:

Lieber Herr Bwaroo, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben. Ich bin sicher, sie arbeiten gerade wieder an einem hochbrisanten Fall…
Kein Fall ist so unaufschiebbar, dass er mir des Vergnügens berauben dürfte, hier bei Ihnen zu sein, Mademoiselle Fabienne. Mais vous avez bien raison. Ich arbeite gerade an einem neuen Fall.
Dürfen Sie verraten, worum es geht? Oder wäre das den Ermittlungen hinderlich?
Nun, mich beschäftigt das Verschwinden der Heinzelmännchen in Köln. Aber ich stehe erst am Anfang. In diesem Stadium weiß ich selbst noch nicht allzu viel. Ich bin jedoch ganz sicher, dass Mademoiselle la boulangère, das Fräulein Bäckerin, ganz unschuldig ist.
Wie kam es, dass sie Detektiv wurden?
Schon als Kind habe ich mich gern mit Rätseln beschäftigt. Ich habe meine Lehrer stets zur Verzweiflung getrieben, weil ich nichts als gegeben hinnehmen wollte.

Bei meinen Reisen durch Ihre Welt habe ich dann in Belgien einen Freund vor Schaden bewahrt. Das hat mich sehr beschwingt und ich wusste mit einem Mal, was ich werden wollte.

Was war ihr erster Ermittlungserfolg?
Dieser Freund in Belgien wurde zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt. Ich konnte nicht nur seine Unschuld beweisen, sondern auch noch den wahren Täter entlarven.
Woher kommt dieser unglaubliche Blick fürs Detail?
Qui sais? Es ist eine Gabe. Natürlich muss man auch immer wieder üben. Die kleinen grauen Zellen brauchen Beschäftigung. Sonst werden sie langsam und träge. Und nichts in anregender, als ein komplizierter Kriminalfall.
Hatten Sie jemals Angst um Ihr Leben?
Mais oui. Der Detektiv, der niemals Angst hat, ist dumm. Es kommt selten vor, denn Erkül Bwaroo ist der beste Privatdetektiv und damit entsprechend bekannt. Und ich treffe, wenn es gefährlich werden könnte, auch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. Quand même, Angst um mein Leben ist mir nicht unbekannt.
Auch wenn ich es mir selbstverständlich nicht vorstellen kann – gibt es einen ungelösten Fall in der Geschichte des Erkül Bwaroo? Einen schwarzen Fleck auf Ihrer weißen Weste?
Es gibt Fälle, die noch ungelöst sind. Manchmal fehlt noch das entscheidende Puzzleteilchen. Aber Erkül Bwaroo gibt niemals auf. Es mag Jahre dauern. Aber er hat jeden Fall hier in seinem Kopf und wenn dann die entscheidende Wende kommt, ist er zur Stelle!
Wie haben Sie ihre Chronistin, Ruth M. Fuchs kennengelernt?
Chris Schlicht hat mein Portrait gemalt. Übrigens ein Bild très formidable, wenn ich das sagen darf. Es ist das Bild, das auf dem Cover meines ersten Falls „Gestatten, Erkül Bwaroo, Elfendetektiv“ zu sehen ist. Madame Fuchs sah das Bild und war sofort angetan. Sie hat einen sehr guten Geschmack, Madame Fuchs. Sie wandte sich an mich und bat, über mich schreiben zu dürfen. Ich gestehe, ich war geschmeichelt und konnte nicht nein sagen. So fing alles an.
Von welchen Ihrer großartigen Fällen werden Sie ihr als nächstes berichten?
Über den erwähnten Fall in Köln wird natürlich berichtet, wenn er abgeschlossen ist. C'est bien entendu. Und dann sind da noch ein paar Kleinigkeiten – Kurzgeschichten, könnte man sagen. Und ein großer Fall, bei dem es um die Geschwister Hans und Greta geht, die beide entführt werden...
Es gibt ja einige Damen, die tatsächlich ein wenig eifersüchtig auf Madame Fuchs sind, wo sie doch soviel Zeit mit Ihnen verbringen darf…gibt es eine Madame Bwaroo?
Mais oui! Ma mère – meine Mutter. Verzeihen Sie den kleinen Scherz, Mademoiselle. Aber nein, es gibt keine Frau in meinem Leben. Es scheint, dass keine damit klar kommt, dass ich immer Recht habe...
Mehr über die Interviewerin Fabienne Siegmund, die uns das Gespräch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, findet sich u.a. auf Facebook
Die Krimireihe "Erkül Bwaroo ermittelt" gibt es als eBook und Taschenbuch bei Amazon.
Bisher erscheinen zwei Bände:
"Gestatten Erkül Bwaroo, Elfendetektiv"
"Erkül Bwaroo auf der Fabelinsel"

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