Montag, 5. Dezember 2016

Nie mehr zurück von Vivian Vande Velde

Zoe ist anders als alle anderen. Sie hat die besondere Fähigkeit, die Zeit zurückdrehen und dadurch das Geschehene verändern zu können. Als sie bei einem Bankraub miterleben muss, dass ein Mann erschossen wird – ausgerechnet der gut aussehende junge Mann, der ihr nur wenige Minuten zuvor in einer schwierigen Situation beigestanden hat – entschließt sie sich dazu, ihn zu retten. Doch ihre Gabe kommt nicht ohne Einschränkungen. Zoe kann nur 23 Minuten in der Zeit zurückspringen, und oft verschlimmert sich die Situation durch ihr Eingreifen. Zoes Entschluss könnte in einer Katastrophe enden. Und er bringt sie in große Gefahr. Denn er lenkt die Aufmerksamkeit des Bankräubers auf sie ...

Zeitreisen haben die Menschen ja seit jeher fasziniert. Und so ist dieses Buch beileibe nicht das erste, dass sich mit so etwas beschäftigt. Ich habe dazu schon viel Gutes und viel Schlechtes gelesen. Dementsprechend war ich gespannt.
Leider wird nirgends erwähnt, dass es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt. Wenn wenigstens im Klappentext gestanden hätte, dass es sich bei Zoe um einen angehenden Teenager handelt, hätte ich gewusst, was ich erwarten konnte. Denn es ist ein Jugendbuch. Sprache und Handlung passen, denke ich, prima für das Alter 10 bis 16. Und dafür ist es, denke ich, auch wirklich gut – spannend, witzig, fesselnd. Die Protagonistin ist sympathisch. Und ihr Dilemma, dass sie meistens scheitert, wenn sie durch Zurückreisen in der Zeit Fehler vermeiden und die Zukunft besser gestalten möchte, machen einen schon nachdenklich.
Das einzige Manko des Buches (außer der Altersklasse): Es kommt immer mal wieder zu vermeidbaren Wiederholungen.

Ja, ich denke, für Teenager ist das ein feines und unterhaltsames Buch. Leider falle ich schon lange nicht mehr in diese Kategorie.